Archäologie – Studium und Arbeitsbereiche

Herrn Dr. Frank Hildebrandt kannten viele Mitglieder der Lateinkurse in VS und S2 bereits von einem Museumsbesuch im Herbst: Nachdem er uns damals überaus lehrreich und unterhaltsam durch die Ausstellung „Feste feiern“ geführt hatte und dann sogar noch einen Blick ins Depot hatte werfen lassen, war die Frage aufgekommen, ob er nicht seinerseits einmal Lust hätte, uns am Campus zu besuchen. Es war ein Besuch unter Nachbarn: Herr Dr. Hildbrandt ist Kurator der Sammlung Antike am Museum für Kunst und Gewerbe. Ein Besuch in die eine oder andere Richtung erfordert gerade einmal zehn Minuten Fußweg. Diesmal also war Herr Dr. Hildebrandt bei uns. Für die Teilnehmer*innen der Lateinkurse, aber auch für andere Interessierte, hielt er am 26.1. in der Aula einen Vortrag zum Thema: „Archäologie – Studium und Arbeitsbereiche“.  Und räumte dabei mit einigen Klischees auf. So etwa mit dem, dass Archäologen permanent sensible Schätze mit der Zahnbürste ausgraben. Stattdessen kommen durchaus auch mal Bagger oder Bulldozer zum Einsatz. Die Arbeitsfelder sind vielfältig – ob im Museum oder unter freiem Himmel in südlicher Sonne. In Kontakt mit Bauarbeitern, Physikern, Diplomaten oder der Polizei. Am Ende geht es darum, das Vergangene sprechen zu lassen, gegenwärtig werden zu lassen, uns im Vergangenen wiederzuerkennen oder wenigstens unsere Herkunft zu kennen. Kein Wunder, dass Archäologie der Altphilologie – also der Wissenschaft von den alten Sprachen Latein und Griechisch – verwandt ist: Es geht immer um das Ganze: Wie haben Menschen gelebt, welche Verfassung haben sie sich gegeben, was haben sie geliebt, woran haben sie geglaubt und wie sind sie gestorben? Und vor allem: Warum sprechen Sie immer noch so lebendig zu uns, dass wir uns der Faszination der Antike nicht entziehen können?

Wenige können das Alte so gegenwärtig erscheinen lassen, wie Herr Dr. Hildbrandt… Wir freuen uns auf eine Fortsetzung der Kooperation!