Passend zum aktuellen Unterrichtsthema hat der Geschichtskurs der S*F6 eine Exkursion mit Führung zu Spuren des Kolonialismus in Hamburgs gemacht.
Das eigentlich als Startpunkt der Tour auserkorene Rathaus war allerdings aufgrund einer Sicherheitskonferenz gesperrt und so warteten wir in einem Nebeneingang, in dem wir vor dem unerbittlich prasselnden Regen Schutz gesucht hatten, auf unseren Guide, dessen S-Bahn von einem Polizeieinsatz aufgehalten worden war. Leicht verspätet und nass begann dann die Tour mit Informationen zur Geschichte des Rathauses und der direkt angrenzenden Handelskammer.
Mit Regenschirmen gewappnet machten wir anschließend einen Zwischenstopp am Schaufenster eines „traditionsreichen” Tropenkleidungsgeschäfts, bevor wir am sogenannten „Afrikahaus“, dem Sitz des ehemaligen Kolonialunternehmens Woermann, unseren nächsten Halt im Trockenen erreichten. Dort berichtete unser Guide von den Unternehmungen der Reederei-Familie Woermann. Zudem erfuhren wir von den Versuchen des in Deutschland aufgewachsenen Duala-Königs Rudolf Manga Bell, auf rechtlichem Wege gegen die deutschen Kolonialverbrechen vorzugehen. Doch Manga Bell wurde 1914 ohne faire Verhandlung wegen angeblichen Hochverrats hingerichtet.
Im Anschluss ging es in das nahegelegene Zürich-Haus, von dem aus man einen Blick auf den Hauptsitz der Reederei F. Laeisz hatte, die ebenfalls in den Kolonialismus verwickelt war.
Hier endete schließlich unsere Tour, die zwar aufgrund des miserablen Wetters nur über eine pragmatisch verkürzte Route ging, aber insgesamt eine sehr informative und abwechslungsreiche Erfahrung war.
Michael Arendt, S*F6
















